Pfarrei Marquartstein

Pfarrei Marquartstein

Pfarrei Zum Kostbaren Blut, Marquartstein


Marquartstein war seit dem Hochmittelalter bis zum Jahr 1803 Sitz eines Pflegegerichts. Zur Burg, deren Gründung mit dem Jahr 1075 angegeben wird, gehörte wohl immer schon auch die Burgkirche St. Bartholomäus und St. Veit. Sie war nicht nur Gebetsstätte für die Burgherren sondern auch für die Bewohner des Ortes und bildet somit die Grundlage für das kirchliches Leben in Marquartstein – wenn auch immer zur Gemeinde und Pfarrei Grassau gehörig. Das änderte sich erst als Marquartstein 1938 eine selbstständige politische Gemeinde wurde. Vorab wurde Marquartstein 1936 zur Pfarrei erhoben und damit kirchliche Eigenständigkeit verliehen. In dieser Zeit wurde auch die stattliche Pfarrkirche Zum Kostbaren Blut erbaut. Der sehr seltene Name der Kirche ist als deutlicher Widerspruch zur damaligen nationalsozialistischen Ideologie vom „Reinen Blut“ aufzufassen.

Die Burgkirche St. Veit verblieb als Filialkirche in der Pfarrei.

Zur Pfarrei Marquartstein zählen ca. 1600 Katholiken.